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MC Kollmar Elbe seit 1960 e.V.

Clubtreffen 2000 / 40 jähriges Jubiläum

„Aus Frankreich per Motorrad zum Fest“, (Elmshorner Nachrichten April/2000)

            „Der MC Kollmar/Elbe e.V. feierte am Sonnabend sein 40-jähriges Bestehen“

 Motorräder so weit das Auge reicht gab es am Sonnabend am Fährhaus Spiekerhörn zu sehen. Hier feierten die Mitglieder und Freunde des Motorradclubs MC Kollmar/Elbe e.V. ihr 40-jähriges Bestehen. Mehr als 200 Motorradfahrer nicht nur aus dem gesamten Bundesgebiet, sondern auch aus de Frankreich, Dänemark, und Holland waren gekommen. Claus Bumann aus Altenmoor, Präsi /Vorsitzender) seit 1990, freute sich, dass auch Motorradfans aus Berlin und dem Siegerland dabei waren. Übernachtet wurde zünftig in Schlafsäcken und auf Luftmatratzen im Saal und in den Clubräumen des Fährhauses. Nach dem gemeinsamen Frühstück am Sonntag reisten die Zweirad- und Gespannfahrer wieder gen Heimat. Bei der Feier am Sonnabend standen nicht nur jede Menge Fachsimpeleien der leidenschaftlichen Motorradfahrer an, es gab auch eine Tombola mit 250 Preisen, bei der vom Sturzhelm über das Zelt bis hin zum Schlafsack alles zu gewinnen war, was einen Motorradfreund erfreut. Unterstützt wurde die Tombola mit Spenden von Herstellern, hiesigen Motorradfirmen und Freunden des Clubs. Besonders begrüsst wurden die ehemaligen Vorsitzenden des 1960 gegründeten Clubs. Erster MC-Chef war Hans Bartels aus Kollmar. Damals hatte der Club 12 Mitglieder, alle fuhren BMW-Maschinen. Heute gehören 46 Mitglieder zum MC und alle Motorradmarken sind vertreten, bis hin zur 230 km/h schnellen Maschine. „Der Club hat sich ständig nach oben entwickelt“, freute sich Bumann in seinem Rückblick über vier Jahrzehnte Motorradsport. Den Pokal für die weiteste Anfahrt zur Feier ging an Jean Claude Pfeiffer aus Frankreich, der 780 Kilometer Zurückgelegt hatte. Bei den Damen siegte Anna Sunnus aus dem Siegerland, (520 km) und gewann die Trophäe. Der Pokal für den ältesten Teilnehmer überreichte der Vorsitzende an Bruno Schulz (72 Jahre) aus Heilbronn. Den Pokal für den Club, der mit den meisten Teilnehmern vertreten war, gewannen die 11 Mitglieder vom Motorradclub der Motorradfreunde Unterland aus Heilbronn. Die Mitglieder vom MC Kollmar/Elbe treffen sich jeden Mittwoch ab 20:30 Uhr im „Fährhaus Spiekerhörn“. Weitere Motorradfans sind willkommen. 

Soweit der Text der Zeitung. Nun noch einiges zur Ergänzung:

 

Der Club ist nun 40 und damit „erwachsen“ geworden. Die Mitgliederentwicklung ist langsam aber stetig. Das Aufnahmeritual unterscheidet sich doch wesentlich von dem anderer Motorradclubs. Gäste sind an den Clubabenden immer willkommen. So kann jeder nach etlichen Besuchen selbst entscheiden, ab er zu uns passt und einen Aufnahmeantrag stellen. Wir tragen keine Kutten, was jedoch nicht bedeutet, dass wir sie ablehnen. Das Durchschnittsalter der Clubmitglieder ist noch „erwachsener“ als der Club selbst. Der erste Mittwoch jeden Monats ist der „Meckermittwoch“, an dem Kritik, Ideen, Vorschläge und manchmal sogar Lob für die „Macher“ (Festausschuss, Vorstand, Mitglieder) angebracht sind. Manchmal geht es richtig herzhaft zur Sache, und wir haben es schon erlebt, dass Besucher die Versammlung fluchtartig verlassen haben.

 

Etliche Clubmitglieder kennen sich in technischen Dingen bestens aus. Schon so mancher hat aus unserem Kreis die Lösung für „sein“ Moped-Problem mit nach Hause genommen. In ganz hartnäckigen Fällen wird auch schon mal Schrauberhilfe geleistet. Weil unser Club nicht (mehr) Markengebunden ist, hat jeder auch ein wenig Einblick in die kleinen Problemchen, die sich bei anderen Fabrikaten einstellen.

 

Die „Heizerfraktion“ ist bei uns nicht so ausgeprägt wie vielleicht in Clubs mit geringerem Durchschnittsalter oder stärker sportlich geprägten Ambitionen. Wohl die Hälfte der Mitglieder sind Wiedereinsteiger, bei denen die Verpflichtungen der Familie gegenüber geringer geworden ist. Die andere Hälfte hat immer Motorrad gefahren. Selbstverständlich ist bei uns, dass bei den unterschiedlichen Aktivitäten Kinder dabei sind und teilnehmen, wenn sie alt genug sind.

 

Wesentlicher Bestandteil unseres Jahresprogramms sind Sicherheitstrainings. In Vordergrund steht dabei das Motto: Wer gut langsam fahren kann, darf gerne auch mal schnell fahren. Gemeint ist: Das Sicherheitstrainig dient in erster Linie der realistischen Einschätzung aller Fahreinflüsse. Unvermeidlich ist dabei auch eine Portion Theorie zum Thema Fahrphysik. Nach so einem Training glaubt keiner mehr, dass er schneller als ein Auto „um die Ecke“ oder anhalten kann. Mindestens auf der Heimfahrt hat noch jeder die Hinweise zum Sicherheitsabstand parat.

 

Eindrucksvoll sind dann die Trainings bei mittlerer oder höherer Geschwindigkeit. Das Gefühl für das Fahrzeug wird auf eine ganz neue Basis gehoben, wenn jeder seine „Fuhre“ mal aus Schräglage bis zum Stillstand hochgebremst hat. Der vorsätzliche oder provozierte Einsatz des ABS löst bei Beobachtern immer wieder Erstaunen aus.

 

Ein anderer fester Programmpunkt sind Ausfahrten, die durch den Club organisiert durchgeführt werden. Nach vielen Jahren intensiver Partnerschaft zu dem dänischen Yamaha-Club in Korsor verbindet uns nun schon einige Jahre die Ansiedlung von Clubkameraden in Schweden mit diesem schönen Land. Seit fast 10 Jahren sind wir über das Himmelfahrt-Wochenende dort. Zu unseren Clubtreffen erfolgen regelmässig die Gegenbesuche.

 

Einmal im Jahr sucht der Festausschuss ein Ziel in mittlerer Entfernung (300 bis 500 km) aus. Dort verbringen wir dann das erste oder zweite Septemberwochenende. Bei uns heisst das „Clubessen“, an dem selbstverständlich auch die passiven Mitglieder willkommen sind. Gerade die „Passiven“ verfügen über Erfahrungen, die manches Neumitglied noch nicht haben kann. Die sich immer wieder ergebenden Gespräche sind für beide Seiten sehr ergiebig.

 

1997 haben wir unser Clubessen in Horum in Ostfriesland mit Kindern und passiven Mitgliedern verbracht und nebenbei das „ostfriesische Störtebecker-Patent“ erworben.

 

Das Schrecklichste an jedem von uns ist seine Normalität, bis eben auf die Mopedfahrerei. Davon merkt keiner was, wenn z.B. Weihnachtsfeier mit über 20 Kindern angesagt ist.

Auch wenn uns die Feier zum 40-jährigen Bestehen unseres Clubs ein gutes Stück vom Kassenbestand gekostet hat sind wir alle recht glücklich über den gelungenen Verlauf des Jubiläumstreffens. Wir sind voll auf Weitermachen programmiert und freuen uns auf interessierte (interessante ?) Neumitglieder.


Unsere "Ex"Präsis

Samstagabend

Tombola

Parkplatz

Die Pokale

Ausfahrt am Samstag

Frühstück

Bilder und Text: Thies (Schriftführer)

 

Hier der Original Zeitungsbericht.

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